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zum 2. Sozial- und Bildungsbericht der Stadt Rastatt in der Gemeinderatssitzung am 25. März 2019

Eine umfassende detaillierte Kommentierung dieses neuen, evaluierten Sozial- und Bildungsberichts würde sicherlich den Rahmen der Gemeinderatssitzung sprengen.

Für uns wäre dieser Bericht jedoch eine gute Grundlage für die nächste Klausurtagung des Gemeinderats.

Einige Auszüge bzw. Ableitungen:

In Rastatt leben überproportional viele Menschen mit geringem Einkommen.
Warum?

Wir haben sehr viele Einpersonenhaushalte.

Zwei Drittel der Rastatter besitzen ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft. Wie ist hier die Vergleichszahl zu Baden-Württemberg?

Wir haben 800 gebundene Mietwohnungen in Rastatt. Wir haben jährlich 200 Anträge für Wohnberechtigungsscheine.

Interessant war es zu lesen, dass Rastatt im Vergleich zu anderen Städten noch ein relativ niedriges Mietpreisniveau hat!

Die Anzahl der Berufspendler hat sich deutlich in den vergangenen fünf Jahren nach oben entwickelt.

In Rastatt ist jeder 15. auf staatliche Transferleistungen angewiesen. In Baden-Württemberg jede  24. Person, im Landkreis Rastatt jede 28. Person.

Das nur einige Auszüge, die nachdenklich stimmen müssen.
Diese Entwicklung macht etwas mit und aus unserer Stadt!

Darüber muss der Gemeinderat beraten und sich genau überlegen wohin die Reise gehen soll. Die Stadt Rastatt hat in der Vergangenheit ihre Hausaufgaben gemacht.
 Wir haben im Vergleich mit anderen Städten unserer Größenordnung sehr viel bezahlbaren Wohnraum sowie Sozialwohnungen geschaffen.
 Jetzt sind auch die Umlandgemeinden an der Reihe ihrer Pflicht nachzukommen:
Nämlich der Schaffung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum.
 Rastatt alleine kann diese Aufgaben nicht stemmen.

Fakt ist:
Im Bereich Sozialleistungen hat die Stadt Rastatt bereits ein Riesenbrocken geleistet und damit auch ein Riesenpäckchen zu tragen. Strukturprobleme, soziale Handlungsfelder sind aus diesem Plan klar zu erkennen. Wir spüren und sehen die Probleme in unserer Stadt!

Verantwortungsbewusstes Handeln seitens des Gemeinderates und der Verwaltung ist nun gefragt. Wir benötigen eine gute Durchmischung von Menschen in unserer Stadt, d.h. eben auch Menschen mit gutem und sehr gutem Einkommen. Nur so kann sich eine Stadt positiv entwickeln.

Wir bedanken uns bei allen, die zum Entstehen dieses umfangreichen Berichts beigetragen haben. Für uns stellt er ein gutes Werkzeug dar um Handlungsfelder zu erkennen und
um Lösungen bei den Problemen in der Sozialstruktur unserer Stadt herbeizuführen.

 

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